Einmal souverän und einmal sehr knapp

(Foto: Heide Prouds) (Foto: Heide Prouds)

Am vergangenen Sonntag reisten die Hamburg Hanseatics zum insgesamt dritten Double-Header gegen die Prouds nach Heide. Zunächst sah es nicht so aus, als ob man spielen könnte, jedoch riss der Himmel kurz vor Spielbeginn noch auf, so dass den beiden Spielen nichts mehr im Wege stand. Verletzungs- und urlaubsbedingt mussten die Hamburger auf einige Spieler verzichten und deshalb auf einigen Positionen umbauen.

 

Spiel 1 (27:0)

Die Geschichte des ersten Spiels ist schnell erzählt. Pitcher Edwin Hiraldo (Dj Latin Love) gelang das Meisterstück eines „No-Hitter-Shut-Out’s“. Er ließ also keinen Run und Hit der Prouds zu. „Für unsere Liga und unser Niveau ist das eine riesen Sensation. Herzlichen Glückwunsch!“, so Headcoach Diekert. Hiraldo bekam in drei Innings lediglich elf Schlagleute zu Gesicht, von denen er acht mit einem Strike Out direkt wieder auf die Bank schickte. Nur ein Base on Balls und ein Hit by Pitch verhinderten ein „Perfekt Game“.

Bevor das Spiel aber auf Grund der Zeitbegrenzung beendet wurde, zeigte auch die Offensive der Hanseatics eine grandiose Leistung. Satte 16 Hits standen für die Hamburger zu Buche, darunter vier für M. Laaser (3 RBI’s) und drei für Bahram (BamBam) Albordji inkl. sechs sagenhaften RBI’s. Die Gefährlichkeit von Skipper Reinhold am Schlag hatte sich auch bis Heide rumgesprochen, so dass man ihm sage und schreibe drei Base on Ball’s servierte. Doch dann bekam er endlich einen Pitch durch die Mitte, den er auch sogleich als 2 Run Home Run über die Spielfeldbegrenzung beförderte.

Insgesamt wurde das Spiel also sehr souverän gewonnen, wobei man das Endergebnis nicht zu hoch bewerten sollte.

 

Spiel 2 (19:7)

Der Coaching Staff der Hanseatics hatte sich für das zweite Spiel etwas ganz Neues ausgedacht: Die beiden Rookies M. Laaser (Pitcher) und C. Urhammer (Catcher) sollten die Hansestädter zum zweiten Sieg des Tages führen. Beide Spieler hatten auf diesen Positionen noch nie zuvor gespielt. „Wir sind sehr stolz auf die Beiden. Sie haben ihre Sache sehr, sehr ordentlich gemacht und sind für uns nun mehr als nur eine Alternative“ so das Trainerteam aus Hamburg.

Das Spiel war extrem ausgeglichen und spannend, hätte aber jederzeit kippen können. Der Brustlöser auf Seiten der Hanseatics war wieder einmal Skipper Reinhold, der dem bis dahin wirklich sehr gut aufgelegten Heider Pitcher Christiansen einen harten Fastball als Grand Slam Home Run (4 Run‘s) über den „Zaun“ schlug.

Vor dem letzten und entscheidenden Inning (beim Stand von 7:6) wechselte der Heider Coach aus uns völlig unerklärlichen Gründen, seinen Pitcher aus, um einem sehr jungen Werfer die Chance zum Sieg zu geben. Zugegebenermaßen hätte der Sportkamerad zum Matchwinner werden können, jedoch wurde ihm seine fehlende Kontrolle zum Verhängnis. Mit neun Base on Balls, gepaart mit ein paar Hits, zogen die Hamburger uneinholbar auf 19:6 davon. Die letzten drei Aus beim Nachschlagrecht der Prouds waren dann für den mittlerweile eingewechselten Pitcher Hiraldo nur noch Formsache.

 

Nächste Woche kommen die Delphine aus Rendsburg zum zweiten Double Header in die wunderschöne Hansestadt!

Be there, play ball !